Deborah Weißer
TRAINING IST KEINE BÜHNENSHOW.
Und doch begegnet einem diese Verwechslung im Tanzunterricht immer wieder.
Gut tanzen zu können heißt noch lange nicht, gut unterrichten zu können.
Niemand würde sagen: „Du schreibst tolle Texte, also kannst du automatisch Deutsch unterrichten.“
Warum denken wir das im Tanz?
Tanzpädagogik ist mehr als Schritte zeigen.
Und selbst das ist schon anspruchsvoll – ähnlich wie jemandem Fahrradfahren oder Schwimmen beizubringen. Es bedeutet Automatismen bewusst zu machen und zu erklären.
Gar nicht so einfach. 😉
Doch Tanzpädagogik ist vor allem eines: Bildungsarbeit. 🎓
Sie fragt nach Teilhabe, Vielfalt, Perspektivwechsel, nach unserem Verhältnis zur Welt – und danach, welche Räume wir Menschen eröffnen (oder verschließen).
Historisch war Tanzunterricht lange vom Bühnenideal geprägt:
Vormachen. Nachmachen. Am Spiegel. 🎭
Tanzpädagogik dreht den Fokus um:
Nicht die Trainer:innen stehen im Rampenlicht, sondern die Lernenden.
Als Trainer:in besteht – wie so oft in der Pädagogik – die „Aufgabe“ darin, sich Schritt für Schritt überflüssig zu machen. 😉
Und genau da beginnt es spannend zu werden:
Teilnehmende, die aufblühen.
Die aus sich herausgehen.
Die Neues erleben – und sich dabei sicher aufgehoben fühlen. 💃🕺
Was verbindest du mit Tanzunterricht -
und welche Art hast du bisher erlebt: Bühne oder Lernraum?